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XII Festival de Danza Contemporánea

10.2006 . Nica­ragua

Vom 19.10.- 29.10.2006 nahm das Perform[d]ance-Ensemble mit seinem Stück 68–06 an dem XII Fes­tival de Danza Con­tem­poránea an drei unter­schied­li­chen Orten in Nica­ragua teil.

Hier ein kurzer Aus­schnitt aus dem Rei­se­be­richt:
Nach einer fast 40 Stunden wäh­renden Reise von der idyl­li­schen Klein­stadt Stral­sund über Berlin, New York und Atlanta kamen wir völlig über­müdet und doch sehr auf­ge­dreht in Managua, der Haupt­stadt von Nica­ragua an.
Einen Zwi­schen­stopp in New York City hatten wir genutzt, um einmal durch die gesamte Rie­sen­stadt zu fahren und einen 20 Kilo­meter langen Fuß­marsch vom Hudson River bis zum Broadway hinter uns zu bringen. Ange­kommen in Nica­ragua emp­fing uns ein Trio von drei strah­lenden und freund­li­chen Men­schen: Anne, Fer­nando und Victor sollten uns die gesamte Woche über begleiten.
Voller Neu­gierde und gespannter Erwar­tung fuhren wir direkt zu unserem Hotel. Schon auf dieser ersten Fahrt wurde uns schnell klar: Nica­ragua ist in einer beson­deren Situa­tion, es herrscht Wahl­kampf. An jeder Ecke, an jedem Mast hingen Fahnen und Pla­kate der ein­zelnen Par­teien. Wir waren ange­kommen in einer völlig neuen Welt, die sich u.a. mit 35 Grad Tem­pe­ratur und extrem hoher Luft­feuch­tig­keit bemerkbar machte. Am Sams­tag­abend begann das Fes­tival offi­ziell mit der Auf­füh­rung von drei nica­ra­gua­ni­schen Gruppen. Wir waren sehr über­rascht über das hohe tanz­tech­ni­sche Niveau dieser Gruppen aus der Region von Managua. Auch am Sonn­tag­abend sahen wir wieder Gruppen aus Nica­ragua und konnten die ganze Bann­breite des zeit­ge­nös­si­schen Tanzes kennen lernen.

Am Montag begann für uns der aktive Teil unserer Fes­ti­val­teil­nahme. Wir sollten bis zum Schluss auch nicht mehr zur Ruhe kommen. Die kom­menden Tage waren geprägt von früh­mor­gend­li­chen Fern­seh­ter­minen mit den örtli­chen Sen­dern und einer von der deut­schen Bot­schaft orga­ni­sierten Pres­se­kon­fe­renz. Wir spielten unser Stück ins­ge­samt an drei unter­schied­li­chen Orten: Gra­nada, Leon und Managua. In Gra­nada hatten wir die Ehre, in dem u.a. von Dietmar Schön­herr und Ernesto Car­dinal gegrün­deten „Casa de los tres mundos“ auf­zu­treten, einer inte­grierten Kunst– und Musik­schule, die eine Oase der Kunst und Kultur darstellt.

Das Theater und die Stadt Leon steht seit langer Zeit in enger Ver­bin­dung zu dem Ham­burger Thalia Theater und der Stadt Ham­burg, u.a. sind die Sitze des Hauses aus den alten Beständen des Thalia Thea­ters gesponsert.

Nach einer inten­siven Öffent­lich­keits­kam­pagne durch die deut­sche Bot­schaft, haben wir mit unserer letzten Auf­füh­rung das Fes­tival vor restlos aus­ver­kauftem Haus beenden dürfen. Diese Per­for­mance war ein großer Erfolg und die Mühen der gesamten Woche wurden durch Stan­ding Ova­tions des Publi­kums belohnt!

Die Reak­tionen des nica­ra­gua­ni­schen Publi­kums über­raschten uns oft, da wir aus Deutsch­land sol­chen emo­tio­nalen und dis­kus­si­ons­freu­digen Rück­mel­dungen von Seiten des Publi­kums nicht gewohnt waren.

Neben unseren eigenen Auf­füh­rungen konnten wir zahl­reiche hoch pro­fes­sio­nelle Insze­nie­rungen aus Nica­ragua, Mexiko, Panama und El Sal­vador sehen.

Für die Teil­nehmer unserer Truppe wird diese Reise unver­gess­lich bleiben!

Cho­reo­graph Stefan Hahn

Tän­ze­rInnen Sarah Kopitzki, Juliane Strelow, Lisa Müller, Alex­andra Krus­zynska, Kamila Jan­kowska, Viktor Kern, Dajana Voß
Tech­ni­sche Betreuung Robby Hirche, Frank Sei­fert
Foto­do­ku­men­ta­tion Robby Hirche

Freund­lich unter­stützt durch das Minis­te­rium für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, die Han­se­stadt Stral­sund, die Deut­sche Bot­schaft Managua, das Goethe-Institut

Mit beson­derem Dank an Gloria Bacon, Herrn Sauter, Anne, Fer­nando, Victor, Tarja Rinne