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Perform[d]ance e. V.

Seit über 10 Jahren enga­giert sich Perform[d]ance für die Ver­mitt­lung zeit­ge­nös­si­scher Tanz­kunst in Vor­pom­mern und die Schaf­fung pro­fes­sio­neller Pro­duk­ti­ons­be­din­gungen. Nicht nur auf der Bühne, son­dern auch immer wieder an unge­wöhn­li­chen Orten (z. B. in der Volks­werft Stral­sund) und stets die Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schafts­re­le­vanten Themen suchend, hat der Verein den Tanz in den Alltag vieler Kinder, Jugend­li­cher, Schüler, Eltern, Lehrer, Schul­leiter uvm. gebracht und erfährt in Fach­kreisen bun­des­weit Aner­ken­nung für sein Schaffen.

Viele junge Men­schen aus der Region haben in den letzten Jahren an Tanz­thea­ter­pro­jekten mit­ge­wirkt, inten­sive künst­le­ri­sche Pro­zesse erlebt und eine tiefe Ver­bun­den­heit mit der Arbeit und auch ihrer Heimat ent­wi­ckelt. Viele von ihnen absolvier(t)en anschlie­ßend künst­le­ri­sche und andere thea­ter­re­le­vante Aus­bil­dungen im In– und Ausland.

Perform[d]ance wurde gegründet im Sommer 2001 mit dem Ziel Tanztheater-Inszenierungen mit Jugend­li­chen, Tanz­stu­denten und pro­fes­sio­nellen Tanz­künst­lern zu erar­beiten und an unge­wöhn­li­chen his­to­ri­schen oder indus­tri­ellen Orten zur Auf­füh­rung zur bringen — und damit dem zeit­ge­nös­si­schen Tanz in der Region Vor­pom­mern eine Stimme und Platt­form zu geben. Neben dem Tanz­trai­ning für die Jugend­li­chen, fanden ab Herbst 2002 erste Kin­der­tanz­kurse statt. Mitt­ler­weile tanzen knapp 200 Kinder, Jugend­liche und Erwach­sene in den Kursen am Nach­mittag und Abend. 2004 star­teten Tanz-in-Schulen-Projekte in Stral­sund. Über 70 Schul­klassen von 25 ver­schie­denen Schulen haben in den letzten 6 Jahren im Rahmen ihres Schul­all­tags an kon­ti­nu­ier­li­chen Tanz-in-Schulen-Angeboten teil­ge­nommen. Aus­ge­zeichnet wurden u.a. das Tanz­film­pro­jekt »Grün­hufe inklu­sive«, das im Rahmen von »Klappe, die Zweite« — einem Pro­gramm der Deut­schen Kinder– und Jugend­stif­tung ent­stand und das Tanz­theater »Yellow Sub­ma­rine« mit Schü­le­rinnen und Schü­lern der Freien Schule Rügen über­zeugte die Jury von Kinder zum Olymp. An der Freien Schule Rügen und an der Jona Schule in Stral­sund ist Tanz mitt­ler­weile fester Bestand­teil des Schul­all­tags. An der Jona Schule ist es aktuell von Klasse 2 bis 8 mög­lich, Tanz als Fach zu belegen. Und an der Freien Schule Rügen ist es erklärtes Ziel, dass jeder Schüler im Laufe seiner sechs­jäh­rigen Grund­schul­zeit einmal an einem inten­siven Tanz­thea­ter­pro­jekt mit­wirkt und den gestal­te­ri­schen Pro­zess von der ersten Begeg­nung mit einem Cho­reo­gra­phen bis zur Auf­füh­rung erlebt. Im Herbst 2009 ging das Pro­jekt Tanz in der Kita an den Start.

Seit 2005 ver­an­staltet der Verein jeden Sommer in der ersten Feri­en­woche ein Tanz­fe­ri­en­camp für Kinder und Jugend­liche aus der Region — mit und ohne Tan­zer­fah­rung. Unter Anlei­tung pro­fes­sio­neller Tanz­künstler ent­stehen ver­schie­dene kurze Tanz­theater, die am Ende der Woche zur Auf­füh­rung kommen. Mit dem Tanz­fe­ri­en­camp werden auch Kinder und Jugend­liche erreicht, die in ihrem Schul­alltag oder in ihrer Frei­zeit keinen Zugang zu qua­li­fi­zierten Tanz­an­ge­boten haben. Jedes Jahr am Welt­tanztag (29. April) wirbt Perform[d]ance mit Per­for­mances im öffent­li­chen Raum und Work­shops an Schulen für die zeit­ge­nös­si­sche Tanzkunst.

Seit Grün­dung des Ver­eins finden jähr­lich 2–4 Insze­nie­rungen unter pro­fes­sio­nellen Pro­duk­ti­ons­be­din­gungen statt. Fes­ti­val­ein­la­dungen und Gast­spiele führten das Ensemble aber auch Schul­tanz­pro­jekte nach Berlin, Bremen / Bre­mer­haven, in die Schweiz, nach Bel­gien, Polen und Nica­ragua. 2006 lud der Verein im Rahmen des 1. NorthEast youth dance mee­ting Jugend­tanz­en­sem­bles aus Schweden, Finn­land, Lett­land und Polen zu Auf­füh­rungen, Work­shops und Aus­tausch ein. Zuletzt prä­sen­tierte das Jugend­en­semble im Theater Vor­pom­mern die Insze­nie­rung »Iden­tität 2.0«.

Seit 2010 schickt Perform[d]ance Gast­künstler im Rahmen des Pro­jekts Tanz­mobil auf die Reise in die Schulen der dünn­be­sie­delten vor­pom­mer­schen Land­striche. Über diese Inten­si­vie­rung gewinnt der Tanz an Aus­strah­lungs­kraft in der Region und die Vision rückt näher, dass jedes Kind im Laufe seiner Schul­lauf­bahn einmal mit Tanz in einem inten­siven Pro­zess in Berüh­rung kommt. In Zusam­men­ar­beit mit dem Bun­des­ver­band Tanz in Schulen setzt sich Perform[d]ance für die Ein­rich­tung einer Koor­di­na­ti­ons­stelle für Tanz in Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ein. Auf­gabe der Koor­di­na­ti­ons­stelle ist es, tanz­künst­le­ri­sche Koope­ra­tionen mit Schulen fach­lich und orga­ni­sa­to­risch adäquat zu begleiten, die Tanz­szene in der Region zu ver­netzen und den Künst­lern die Mög­lich­keit zu geben, sich mit­hilfe von Fort­bil­dungen, Aus­tausch und Bera­tung zu pro­fes­sio­na­li­sieren. Im Oktober 2011 fand im Stral­sunder Thea­ter­päd­ago­gi­schen Zen­trum die Fach­ta­gung des Bun­des­ver­band Tanz in Schulen statt. Die in Koope­ra­tion mit Perform[d]ance geplante und durch­ge­führte Exper­ten­ta­gung stand unter der Über­schrift »Tanz ver­mit­teln statt und pro­du­zieren?« und befasste sich aus ver­schie­denen Per­spek­tiven mit der Fra­ge­stel­lung »Wie und warum berei­chert die künst­le­ri­sche Arbeit mit Kin­dern und Jugend­li­chen den eigenen künst­le­ri­schen Pro­zess von Cho­reo­gra­phen und Tanzkünstlern?«.

2012 wurde Perform[d]ance mit dem Pro­jekt »Occupy Theatre« als eines von bun­des­weit 12 Tanz­fonds Partner Pro­jekten (ein Initia­tiv­pro­jekt der Kul­tur­stif­tung des Bundes) aus­ge­wählt. 2014 wurde die Occupy Theatre-Produktion »Mein Name ist Mensch« unter 675 Ein­sen­dungen den mit 5.000 Euro dotierten Haupt­preis im Wett­be­werb Kinder zum Olymp der Kul­tur­stif­tung der Länder.

Sat­zung Per­form­dance 2015